Historie

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Die BI wurde im November 2001 gegründet und setzt sich derzeit aus 74 engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Züsch und Neuhütten zusammen.

Anlass für die Gründung waren der bereits bestehende Mobilfunksender der Firma E-Plus auf dem Züscher Flur (Vermieter: Evangelische Kirchengemeinde) sowie der geplante Sender der Firma Mannesman/Vodafone (D2) im Kirchturm der Katholischen Kirche Züsch (Vermieter: Katholische Kirchengemeinde).

Am 18.11.01 startete die BI eine Unterschriftenaktion in Züsch und Neuhütten.
Mit einem Flugblatt wurden die Bürgerinnen und Bürger über die Problematik informiert.
Wortlaut der Unterschriftenliste:
"Wir sind gegen Mobilfunksendeanlagen im Dorfkern sowie in unmittelbarer (gefährlicher) Nähe zum Dorf!"
Die Unterschriftenaktion brachte folgendes Ergebnis:
361 Unterschriften in Züsch (64 % der Berechtigten)
284 Unterschriften in Neuhütten (55 % der Berechtigten)
Unterschrieben haben auch die Bürgermeister und viele Gemeinderatsmitglieder sowie das gesamte Lehrerkollegium der Grundschule Züsch.
Weiterhin stellen sich auch Verbandsbürgermeister sowie der Landrat hinter die Forderungen der Bürgerinitiative.

In der Folge wurde die katholische sowie die evangelische Kirchenvertretung und auch verschiedene politische Gremien (Gemeinde, Verbandsgemeinde, Landrat sowie diverse Politiker) mehrfach angeschrieben.
Zudem wurde die örtliche Presse über alle Aktionen der BI informiert.

Am 04.01.02 führte die BI in der Mehrzweckhalle Züsch eine Informationsveranstaltung "Gefahr Mobilfunk!?" durch.
Referent war der Baubiologe Frank Mehlis aus Bonn.
[Resümee der Veranstaltung]

Im Schreiben vom 13.02.02 teilte die Verbandsgemeinde (Verbandsbürgermeister Hülpes) der BI mit, dass der Sender der Firma Mannesmann/Vodafone nicht im Glockenturm der katholischen Kirche installiert wird.
Bei Bedarf würde sich Mannesmann/Vodafone im nächsten Jahr bezüglich eines alternativen Standorts an die Kommune wenden.
Schreiben der Verbandsgemeinde an die Bügerinitiative -13.02.04

Ab dem 14.04.02 führte die BI eine 2. Unterschriftenaktion im unmittelbaren Umfeld zum E-Plus-Sender durch, wobei nochmals 108 Bürgerinnen und Bürger die Forderungen der BI gegenüber der evangelischen Kirchenvertretung und der Firma E-Plus unterstützten. [2. Unterschriftenaktion - Brief ans Presbyterium]

In der Gemeinderatssitzung am 20.04.02 stellte sich der Züscher Gemeinderat einstimmig hinter die Forderungen der BI hinsichtlich zukünftiger Standortauswahl sowie Vertragsgestaltung mit den Mobilfunkfirmen.
Die Standortauswahl in Züsch läuft nur noch über Gemeinde und Verbandsgemeinde. Hierzu wurden alle Betreiber durch die VG angeschrieben.
Nach tel. Rückspr. von VG-Bürgermeister Hülpes sowie Bürgermeister Kohlhaas mit der Vorsitzenden des Presbyteriums, Frau Diederich, wurde vereinbart, dass im Juni, sobald der neue Pfarrer in Züsch eingeführt worden wäre, ein Gespräch zwischen Presbyterium und Bürgerinitiative stattfinden würde, um hier zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.
[Bericht RuH] [Bericht TV]

Im Telefonat am 16.07.02 mit dem Kirchmeister, Herrn Norbert Klinger, wurden die Gespräche zwischen evangelischer Kirchenvertretung und BI auf Mitte bis Ende August festgelegt.

Am 25.07.02 wurden durch das Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht (Mainz) Messungen bezüglich der hochfreqenten Strahlenbelastung durchgeführt.
Die Messpunkte erstreckten sich auf den Bereich Schulstraße und Atzelgarten. Es wurden Innen- und Außenmessungen durchgeführt.
Wie zu erwarten, wurden die deutschen Grenzwerte gem. der 26. BImSchV unterschritten.
Andererseits lagen selbst die im Innenbereich gemessenen Werte über den von verschiedenen Wissenschaftlern und Baubiologen geforderten Vorsorgewerten.
Sobald das Messgutachten schriftlich vorliegt, werden auch entsprechende Zahlen veröffentlicht.


Am 01.08.02 wurde die Homepage der BI fertiggestellt und veröffentlicht.

Am 03.09.02 wurde das Presbyterium nochmals schriftlich aufgefordert, einen Gesprächstermin zu benennen [Schreiben ans Presbyterium]. Der Termin wurde in Absprache mit dem Presbyterium auf den Donnerstag, 26.09.02 datiert.

Bericht und Kommentar im Trierischen Volksfreund (von Jörg Pistorius) vom 26.09.02

Am Donnerstag, 26.09.02 fand ein Gespräch von 3 Vertretern des Presbyteriums Hermeskeil -Züsch mit 5 Mitgliedern der Bürgerinitiative "Sendemastfreies Züsch-Neuhütten" statt.
Der Meinungsaustausch erfolgte in guter Atmosphäre ausschließlich auf sachlicher Ebene.
Dem Wunsch der BI auf eine zukünftige kooperative Zusammenarbeit wurde seitens des Presbyteriums entsprochen.
Es konnte sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise gegenüber dem Mobilfunkbetreiber E-Plus geeinigt werden.
Über Details wird das Presbyterium in seiner nächsten Sitzung am 11.10.02 abstimmen.

Bericht im Wochenspiegel vom 02.10.02

Am Freitag, 11.10.02 entschied sich das Presbyterium einstimmig für ein Schreiben an die Firma E-Plus.

Am Dienstag, 29.10.02 erfolgte der Versand des Kompromissvorschlages des Presbyteriums zusammen mit einem Begleitschreiben der BI an die Betreiberfirma E-Plus.
Die Verbandsgemeinde, Herr Verbandsbürgermeister Hülpes, sowie die beiden Ortsbürgermeister von Züsch und Neuhütten unterstützen beide Briefe mit einem weiteren Begleitschreiben an E-Plus.

Brief des evangelischen Presbyteriums mit Begleitschreiben der BI an E-Plus
Begleitschreiben des Verbandsbürgermeisters sowie der Ortsbürgermeister von Züsch und Neuhütten an E-Plus

Die BI erhält am 20.12.02 das Messprotokoll anl. der Messung vom 25.07.02 durch das Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht, Mainz.
Auszug aus dem Messbericht des Landesamtes für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht vom 25.07.02

Am 07.02.03 reagierte E-Plus mit einer Stellungnahme zu den Vorschlägen des Presbyteriums, begleitet von einer Presseerklärung der E-Plus-Sprecherin, Gudrun Hees im Wochenspiegel vom 12.02.03. Sie berufen sich auf die relativ niedrigen Werte des Gutachtens des Landesamtes für Umweltschutz und dass somit die Bürger von Züsch und Neuhütten keiner Gefährdung ausgesetzt wären.

Brief von E-Plus an die BI v. 07.02.03
Presseerklärung von E-Plus-Sprecherin Gudrun Hees v. 12.02.03

Am 15.02.03 wurden Messungen durch den Baubiologen Frank Mehlis aus Bonn vorgenommen.

Am 19.02.03 erfolgte ein Pressebericht im Trierischen Volksfreund, dass das Bistum Trier aus Verantwortung für die Menschen ab 01.02.03 keine Verträge über die Installation von Mobilfunksendeanlagen in Kirchtürmen mehr genehmigt.
Pressebericht des Bistums Trier im Trierischen Volksfreund v. 19.02.03
Amtsblatt des Bistums Trier - Nr.28, Mobilfunksendeanlagen in Kirchtürmen v. 15.01.03

Anfrage der BI an das Bischöfliche Vikariat v. 24.02.03

Am Freitag, 21.02.03 bezog die Bürgerinitiative Stellung zum Schreiben und der Presseerklärung von E-Plus. In einem Brief an das Presbyterium Züsch-Neuhütten wurde dieses nun gebeten, seiner klaren Zusage nachzukommen und die fristgerechte Vertragskündigung gegenüber dem Betreiber E-Plus auszusprechen.
Hier wurde auch mitgeteilt, dass die Bürgerinitiative am 15.02.03 eine neuerliche Messung durch ein unabhängiges Institut hat durchführen lassen, wobei deutlich höhere Werte im Außen- und Innenbereich gemessen wurden als die im Messprotokoll des Landesamtes für Umweltschutz ausgewiesen sind. Hauptsächlich sind die Häuser betroffen, die in den Hauptstrahlrichtungen des Senders gelegen sind. Sobald das Gutachten in schriftlicher Form vorliegt, wird es entsprechend veröffentlicht.

Brief der BI an das Presbyterium v. 21.02.03

Am 25.02.03 erhielt die BI das Gutachten des Baubiologen Frank Mehlis aus Bonn. Aus baubiologischer Sicht wurden Werte gemessen, die einer starken bis extremen Anomalie entsprechen. In Häusern, die sich in der Hauptstrahlrichtung des Senders befinden, dürften noch weit aus höhere Werte vorliegen.
Das Gutachten wurde am 28.02.03 vollständig dem Presbyterium sowie den Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde ausgehändigt.
Auszug aus dem Gutachten des Baubiologen Frank Mehlis über eine Hochfrequenzmessung mit Spektrumanalyse in Züsch am 15.02.03
Brief der BI an das Presbyterium v. 28.02.03

Bericht und Kommentar im Trierischen Volksfreund (von Jörg Pistorius) vom 05.03.03

Das Presbyterium beschließt in seiner Sitzung vom 13.03.03 die Gutachten des Baubiologen Mehlis und des Landesamtes für Umweltschutz an E-Plus zwecks Stellungnahme zu senden. Zudem wollen sie Informationen bei zuständigen Behörden einholen.
Brief des Presbyteriums v. 18.03.03
Die zuständige Regulierungsbehörde in Saarbrücken hat der BI "aus Datenschutzgründen" die Zusendung wesentlicher Bestandteile der Standortbescheinigung des E-Plus-Senders verweigert, obwohl sie u. a. aufgrund des Umweltinformationsgesetzes hierzu verpflichtet sind.
Brief der Regulierungsbehörde Saarbrücken v. 17.03.03
Die BI fordert das Presbyterium und E-Plus nochmals dazu auf, im Sinne der Züscher und Neuhüttener Bürger, ohne weitere Verzögerungen zur Entscheidung zu gelangen und die Verfahrensweise der Initiative sowie den Bürgern mitzuteilen.
Brief der BI an das Presbyteriums v. 20.03.03

Die Vertreter der BI verteilen am 27./28.03.03 ein Info-Flugblatt bzgl. Abschirmmaßnahmen an die Anwohner in Züsch und Neuhütten, rund um den E-Plus-Sender.
Info-Flugblatt bzgl. Abschirmung vom 27.03.03

Anlässlich der Anfrage des Mobilfunkbetreibers O2 bei der Verbandsgemeinde Hermeskeil bzgl. der Installation eines Mobilfunksenders am Standort Sandkopf ("Fuchsbau") wurde die BI von den Gemeinden um Stellungnahme in Bezug auf diesen Standort gebeten.
Stellungnahme der BI v. 07.04.03 zur Standortanfrage Sandkopf (Fuchsbau) des Betreibers O2
Alternativstandorte - hier klicken!!!

Am 08.05.03 beantwortet das Bischöfliche Vikariat in Trier die Anfrage der BI vom 24.02.03. Die rechtliche Verantwortlichkeit für den Mobilfunksender würde ausschließlich bei der kath. Kirchengemeinde, d. h. beim Verwaltungsrat liegen. Daraufhin wendet sich die BI mit der Anfrage unmittelbar an den Verwaltungsrat der kath. Kirche Züsch.
Brief des Bischöflichen Vikariats an die BI vom 08.05.03
Anfrage der BI an den Verwaltungsrat vom 10.05.03

Am 12.05.03 übersendet das Presbyterium die Stellungnahme von E-Plus zum Gutachten des Baubiologen Mehlis. Die Bürgerinitiative reagiert mit Schreiben vom 17.05.03 in Form eines Appells an das Presbyterium, endlich eine Entscheidung zu treffen.
Stellungnahme von E-Plus-12.05.03
Reaktion der Bürgerinitiative und Appell an das Presbyterium vom 17.05.03

Am 04.06.03 berichtet der Wochenspiegel auf seiner Titelseite über den derzeitigen Stand der Dinge und den Appell der Bürgerinitiative an die Kirchen.
Bericht im Wochenspiegel v. 04.06.03

Am 23.06.03 teilt O2 der VG mit, dass zur Zeit am Senderstandort "Sandkopf" kein Interesse besteht
Schreiben der Verbandsgemeinde vom 22.10.03 und der der Firma O2 vom 23.06.03

Nachdem auf die letzten Schreiben keine Reaktion erfolgte, fordert die Bürgerinitiative erneut die katholische und evangelische Kirchenvertretung zu eindeutigen Stellungnahmen auf.
In der Anlage zum Schreiben an das Presbyterium werden die Ergebnisse von Messungen nach der Durchführung von Abschirmmaßnahmen veröffentlicht. Weitere Messungen in Züsch und Neuhütten bringen überraschende Ergebnisse.
Schreiben an Pastor Grünebach v. 20.08.03
Schreiben an Herrn Pfarrer Sorg und das Presbyterium v. 30.08.03 (inclusive Anlage)

Im Schreiben vom 05.09.03 erklärt das Presbyterium, dass bereits am 11.10.02 die Kündigung des Vertrages erfolgt sei. Von einem Kündigungsschreiben mit diesem Datum hat die BI allerdings keine Kenntnis.
Im Schreiben des Presbyteriums an E-Plus vom 29.10.02 wird allenfalls in Erwägung gezogen, dass man kündigen würde, falls E-Plus nicht zu Problemlösungen bereit ist.
Hierbei handelt es sich nicht um eine Kündigung nach geltendem Vertragsrecht.
Demzufolge fordert die BI im Schreiben v. 21.09.03 das Presbyterium erneut auf, mit formellem Schreiben fristgerecht zum Ende der Vertragsdauer zu kündigen. Ferner fordert sie um Mitteilung des Zeitpunktes des Vertragsablaufs, den das Presbyterium leider nicht bekannt geben möchte.
Schreiben des Presbyterium v. 05.09.03
Forderungsschreiben der BI v. 21.09.03

Im Telefonat vom 21.10.03 teilt Pfarrer Peter Sorg der BI mit, dass das Presbyterium in seiner letzten Sitzung die fristgerechte Kündigung des Vertrages mit E-Plus zum Vertragsende beschlossen habe. Eine schriftliche Kopie der Kündigung wird der BI zugestellt.
Den Zeitpunkt des Vertragsablaufs möchte das Presbyterium als Vertragsdetail nicht bekannt geben. Im Falle einer Anfrage bei E-Plus durch die BI ist jedoch die Zustimmung zur Bekanntgabe seitens des Presbyteriums gegeben.
Laut Sprecherin Gudrun Hees zeigt sich E-Plus interessiert an einer Kooperation mit O2.
Dem anvisierten Standort "Fuchsbau - Sandkopf" würde die BI unter Einhaltung der bereits bekannten Kriterien zustimmen.
Hierzu auch der Bericht und Kommentar im Trierischen Volksfreund vom Redakteur Jörg Pistorius:
Bericht und Kommentar im Trierischen Volksfreund von Jörg Pistorius vom 23.10.03

Am 15.10.03 beantwortet der Verwaltungsrat der katholischen Kirche in Züsch das Schreiben der BI vom 10.05.03
Schreiben des Verwaltungsrates an die BI vom 15.10.03

Herr Grünebach teilte mit, dass ein gültiger Vertrag mit Mannesmann-Vodafone besteht. Die Kirche erhält aus dem Vertrag ca. 4000 jährlich. Die Sendeanlage ist derzeit definitiv nicht eingebaut. Falls die Mobilfunkfirma zukünftig noch einbauen will, wird aller Voraussicht nach das Entscheidungsgremium (Verwaltungsrat) dies nicht zulassen und sich im Zweifelsfall für die Menschen entscheiden.
Über die Vertragslaufzeit wollte Herr Grünebach ohne Zustimmung des Vertragspartners keine Auskünfte geben. Er will diese jedoch bei Mannesmann-Vodafone einholen und bei positivem Bescheid der BI mitteilen.
Die BI erwartet von der katholischen Kirchenverwaltung in Züsch eine klare Entscheidung zu der ungeklärten Situation. Deshalb fordert sie im Rahmen eines Kompromisses, dass jetzt der bestehende Vertrag spätestens zum regulären Vertragsablauf hin gekündigt wird. In diesem Fall können der Kirche auch keine Regressforderungen entstehen.
Herr Pastor Grünebach konnte sich mit diesem Kompromissvorschlag identifizieren und wird ihn in den nächsten Sitzungen dem Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat zur Entscheidungsfindung unterbreiten.


Im Schreiben vom 13.11.03 überreicht die Verbandsgemeinde der BI ein Schreiben der Firma Mannesmann-Vodafone vom 05.11.03.
In diesem Schreiben erklärt die Fa Vodafone D2 GmbH definitiv, dass sie an der Errichtung einer Mobilfunksendeanlage in der Ortslage Züsch nicht mehr interessiert ist.
Schreiben der Verbandsgemeinde vom 13.11.03 und der Firma Vodafone vom 05.11.03

Anmerkungen der BI:
In Anbetracht dieser eindeutigen Willensbekundung von Vodafone dürfte einer einvernehmlichen sofortigen Vertragsauflösung mit der Katholischen Kirchengemeinde ohne gegenseitige Ansprüche wohl nichts mehr im Wege stehen.
Auf einen Mobilfunkbetreiber, der offensichtlich ohne Rücksichtnahme seine Sender nur im Ortskern, d. h. unmittelbar neben den Menschen, aufstellen möchte, können die Gemeinden Züsch und Neuhütten gut und gerne verzichten.
Vodafone wollte mit seinem Senderstandort nur den unmittelbaren Ortsbereich mit Mobilfunk versorgen.
An den dargebotenen Alternativstandorten zeigte sich die Firma Vodafone im Gegensatz zu O 2 und E-Plus augenscheinlich nicht interessiert. Mit dem möglichen Standort "Sandkopf-Fuchsbau" würden die Betreiber, unter gleichzeitiger Gewährleistung der Gesundheitsvorsorge, die gesamte Region (d.h. neben den Orten auch abgelegene Straßen und Wanderwege) mit Mobilfunk versorgen.

Mit weiteren Schreiben wurden die katholische und evangelische Kirchenverwaltung an ihre bislang noch ausstehenden Reaktionen erinnert.
Erinnerungsschreiben an das Presbyterium vom 19.04.04
Erinnerungsschreiben an den Verwaltungsrat vom 26.04.04

Das Presbyterium überreicht der BI ein Schreiben vom 25.11.03, in dem sie E-Plus ihren Beschluss mitteilten, den bestehenden Mietvertrag für den Mobilfunksendemast zum Ablauf der Vertragsfrist zu kündigen.
Presbyterium an E-Plus vom 25.11.03

Aufgrund des Schreibens des Presbyteriums v. 25.11.03 wendet sich die BI an E-Plus, um u. a. das konkrete Ablaufdatum des Vertrages zu erfahren.
BI an E-Plus vom 03.05.04

E-Plus bestätigt im Schreiben v. 06.05.04, dass die Kündigung des Presbyteriums vorliegt. Das Datum des Vertragsablaufs teilen sie aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mit. Sie halten weiterhin am Vertrag mit dem Presbyterium fest und werden zu gegebener Zeit mit den kommunalen Vertretern nach Alternativen suchen.
E-Plus an BI vom 06.05.04

Die BI teilt dem Presbyterium mit, dass ihr aufgrund konkreter Aussagen von Presbyteriumsmitgliedern, die beim Vertragsabschluss zugegen waren, bekannt ist, dass der Vertrag auf 10 Jahre festgelegt wurde. Somit müsste er spätestens im Jahre 2010 ablaufen.
Die BI wird zu gegebener Zeit beobachten, ob E-Plus dann die zugesagten Verhandlungen mit den Gemeinden führt.
Zudem wurde an die Zusage von Herrn Norbert Klinger (Gespräch BI - Presbyterium v. 26.09.02), erinnert, dass der Vertrag mit E-Plus eine "Aufrüstung" des Senders ausschließt.

BI an Presbyterium vom 23.05.04

Aufgrund der bevorstehenden Kommunalwahl bittet die Bürgerinitiative die Züscher Bürgermeisterkandidaten sowie ihre Parteien/Wahlgruppen zur Stellungnahme zum Thema "Mobilfunk".
BI an Bürgermeisterkandidaten und Parteien/Wahlgruppen in Züsch vom 23.05.04

Die Bürgermeisterkandidaten sowie Partei und Wahlgruppe identifizieren sich nachhaltig mit den Zielen der Bürgerinitiative und streben auch eine zukünftige Zusammenarbeit an:
Antwortschreiben von Bürgermeisterkandidat Hartmut Heck u. Wählergruppe Heck vom 06.06.04
Antwortschreiben von Bürgermeisterkandidat Hermann Bernardy u. SPD-Fraktion vom 10.06.04

Auf Nachfrage der Bürgerinitiatve bzgl. des derzeitigen Sachstandes vom 22.10.04 antwortet Herr Dechant Grünebach mit Schreiben vom 28.10.04
Nachfrage an Dechant Grünebach-22.10.04
Antwort von Dechant Grünebach-28.10.04

Im Schreiben vom 15.11.04 teilt Herr Dechant Grünebach der BI in Form einer Pressemitteilung mit, mit, das die katholische Kirchenverwaltung mit der Firma Vodafone einen Aufhebungsvertrag geschlossen habe, wonach zum 31.12.04 das Mietverhältnis endet.
Zuvor wurde hierzu der Pfarrgemeinderat gehört, sowie die Genehmigung der bischöflichen Behörde in Trier eingeholt.
Der Sendereinbau im Kirchturm ist mit diesem Vertragsabschluss nun endgültig abgewendet.
Die Bürgerinitiative dankt den verantwortlichen Gremien für ihre Entscheidung!
Pressemitteilung von Dechant Grünebach-15.11.04
Dankesschreiben der Bürgerinitiative-18.11.04

Ein abschließendes Gespräch am 07.01.05 zwischen Herrn Dechant Grünebach und den Vertretern der Bürgerinitiative verlief sehr positiv.


Die Firma T-Mobile (D1-Netz) beabsichtigt die Installation eines Senders am Retzenkopf

Im Schreiben vom 28.01.05 informiert der Verbandsbürgermeister, Herr Hülpes, die Bürgerinitiative, dass die Firma T-Mobile (D1) einen UMTS-Mobilfunksender im Gebiet "Retzenkopf" aufstellen möchte und lädt zu gemeinsamen Gesprächen mit Vertretern der Bürgerinitiative, T-Mobile sowie den Bürgermeistern ein.
Schreiben des VG-Bürgermeisters anl. der Anfrage von T-Mobile (D1) - 28.01.05

Die Vertreter der Bürgerinitiative werden an den Gesprächen teilnehmen und im Sinne ihrer bisherigen Aussagen argumentieren.
Stellungnahme der BI v. 07.04.03 zur Standortanfrage Sandkopf (Fuchsbau) des Betreibers O2
Alternativstandorte - hier klicken!!!

Auf Einladung der BI fand am 22.02.05 ein Abstimmungsgespräch zwischen Vertretern der Verbandsgemeinde, den Ortsbürgermeistern und Ortsbeigeordneten sowie einigen Vertretern der Bürgerinitiative statt. Seitens der BI wurden die verschiedenen Alternativstandorte (Retzen-, Sand- und Erbeskopf) mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vorgestellt. Vom Grundsatz her wurde sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt.
Im Schreiben vom 24.02.05 bittet die Verbandsgemeinde T-Mobile vor einer abschließenden Standortentscheidung um ein Abstimmungsgespräch mit allen Beteiligten (Vertreter der Verwaltung, Ortsgemeinden Züsch und Neuhütten sowie der Bürgerinitiative) um letztendlich zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen.

Schreiben der VG an T-Mobile vom 24.02.05
Schreiben von T-Mobile an die VG vom 14.03.05
Antwortschreiben der VG an T-Mobile vom 14.04.05

Die Firma T-Mobile hat im Erörterungstermin im Rathaus Hermeskeil vom 28.11.05 den Vertretern der VG sowie den Gemeinden mitgeteilt, dass der Retzenkopf als Senderstandort festgelegt wird.
Die Beteiligung der Bürgerinitiative an diesen Gesprächen war seitens der Firma T-Mobile nicht erwünscht.
Um zu gewährleisten, dass die Forderungen der BI bzgl. des Senderstandortes auch berücksichtigt werden, wurde Verbandsbürgermeister Hülpes am 28.12.05 per Email angeschrieben. Im Schreiben vom 10.01.06 der VG an T-Mobile übermittelt Herr Hülpes der Firma nochmals die Forderungen der BI mit der Bitte um schriftliche Stellungnahme

Email an VG-Bürgermeister Hülpes-28.12.05
VG an T-Mobile-10.01.06

Sachstandsmitteilung der VG Hermeskeil vom 12.04.06
Schreiben des VG-Bürgermeister Hülpes an T-Mobile-12.04.06


T-Mobile teilt mit Schreiben vom 21.11.06 der VG Hermeskeil die Inbetriebnahme eines GSM-Mobilfunksenders am Standort Züsch "Retzenkopf" (am SWR-Sender) mit. Mit Schreiben v. 22.11.06 werden hierüber die Gemeinden Züsch und Neuhütten sowie die Bürgerinitiative informiert.
Schreiben des VG-Bürgermeisters an die Gemeinden-22.11.06 / Schreiben von T-Mobile an die VG-21.11.06

Fakten der Schreiben und Anmerkungen der Bürgerinitiative:

Die Standortauswahl "Retzenkopf" wurde ausschließlich von T-Mobile getroffen. Die Bürgerinitiative wurde zu keinem Zeitpunkt hinzugezogen!
(Anm. der BI: Die bewusste Ablehnung der BI lässt den Schluss zu, dass T-Mobile unangenehmen Fragen sowie konstruktiven Vorschlägen aus dem Wege gehen wollte, um die Standortfestlegung im Alleingang vorzunehmen!)


Der von der Bürgerinitiative priorisierte Standort "Sandkopf" wurde von T-Mobile nicht berücksichtigt!
(Anm. der BI: Dieser Standort hätte den größtmöglichen Sicherheitsabstand und auch der Ortsteil Muhl hätte Mobilfunkempfang!)

Eine Versorgung von Muhl ist aus technischen Gründen vom SWR-Sender-Retzenkopf nicht möglich!
(Anm. der BI: Erhält die Muhl einen eigenen Sender vor die Haustür oder ist überhaupt keine Versorgung vorgesehen?)

Aus den Schreiben geht nicht hervor, ob die von der BI geforderten Sicherheitskriterien bzgl. der Vertragsgestaltung und Senderinstallation beachtet wurden!
(Anm. der BI: Hier sind die Verbandsgemeinde sowie die Gemeinden Züsch und Neuhütten gefordert, bei der Landesforstverwaltung, als Vermieter und Vertragspartner von T-Mobile, im Sinne der Bürgerinitiative - Verhandlungs- und Vertragsgrundlagen - nachzufragen und ggf. zu intervenieren.!)

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